Nasser Neuschnee belastet Bäume und Sträucher massiv. Wenn das Gewicht zu hoch wird, droht Astbruch. Erfahren Sie hier, wie Sie Gehölze im Winter sicher entlasten.
Wenn im Winter dichter Schnee fällt, verwandelt sich der Garten in eine malerische Winterlandschaft. Doch was idyllisch aussieht, birgt für Gehölze ernste Risiken: Nassschnee wiegt schwer und bringt Zweige schnell an ihre Belastungsgrenzen. Um teure Schäden oder gar das Absterben von Kronenteilen zu verhindern, sollten Gartenbesitzer rechtzeitig handeln und die Schneelast Äste entfernen.
Warum Schnee zur Gefahr für Bäume und Sträucher wird
Frisch gefallener Pulverschnee ist meist leicht und unproblematisch. Kritisch wird es jedoch bei feuchtem Tauwetter oder starkem Nassschnee. Ein Kubikmeter nasser Schnee kann bis zu 400 Kilogramm wiegen.
- Bruchgefahr: Dünne und weit ausladende Äste biegen sich durch und brechen unter der Masse ab.
- Kronenverformung: Junge Bäume und Säulengehölze verlieren ihre natürliche Wuchsform.
- Rindenschäden: Reißt ein Ast unkontrolliert ab, entstehen ausgefranste Wundflächen, die im Frühjahr Eintrittspforten für Pilze und Schädlinge bieten.
Wichtiger Hinweis: Warten Sie nicht, bis dicke Eisschichten entstehen. Je früher Sie nasse Lasten lösen, desto geringer ist das Risiko von Schneebruch.
Anleitung: Schneelast von Ästen schonend entfernen
Wer die Schneelast Äste entfernen möchte, sollte mit Bedacht vorgehen. Ein unvorsichtiges Rütteln am Stamm kann bei Minustemperaturen mehr schaden als nützen, da gefrorenes Holz extrem spröde ist.
1. Das passende Werkzeug wählen
Verwenden Sie weiche Hilfsmittel wie einen Straßenbesen mit weichen Borsten oder eine Teleskopstange mit gepolstertem Aufsatz. Scharfkantige Schaufeln oder Rechen beschädigen die Rinde und Knospen.
2. Von unten nach oben arbeiten
Beginnen Sie immer bei den untersten Ästen. Wenn Sie zuerst die oberen Zweige abkehren, fällt die herabfallende Schneemenge auf die darunterliegenden Äste und bricht diese unter der plötzlichen Zusatzlast ab.
3. Sanftes Anheben statt starkem Schütteln
Führen Sie den Besenstiel unter den jeweiligen Ast und heben Sie ihn vorsichtig leicht an. Dadurch rutscht der Schnee meist von selbst herunter, ohne dass Druck auf die Verzweigungen ausgeübt wird.
4. Immergrüne Hecken und Formgehölze freilegen
Koniferen, Thujen und Buchsbäume sind besonders anfällig, da der Schnee auf dem dichten Blattwerk liegen bleibt. Streifen Sie die weiße Pracht vorsichtig mit Handschuhen oder einem weichen Handfeger ab.
Was tun, wenn Äste bereits gebrochen sind?
Haben Zweige der Last nicht standgehalten, ist schnelles Handeln gefragt:
- Entfernen Sie angebrochene Äste mit einer scharfen Astsäge glatt am Astring.
- Glätten Sie ausgefranste Schnittkanten mit einem Wundmesser.
- Vermeiden Sie Quetschungen des gesunden Holzes.
Vorbeugende Maßnahmen für die kalte Jahreszeit
Damit Sie seltener Schneelast Äste entfernen müssen, empfiehlt sich eine gezielte Vorbereitung im Spätherbst. Binden Sie säulenförmige Nadelgehölze mit reißfestem Kokosstrick spiralförmig zusammen. Ein fachgerechter Auslichtungsschnitt vor dem Wintereinbruch sorgt zudem für eine stabile Kronenarchitektur, die Wind und Wetter standhält.
Sicherer Winterschutz für Ihren Garten
Mit der richtigen Vorsorge überstehen Gehölze den Winter unbeschadet. Für professionelle Unterstützung hilft Ihnen gerne unsere Gartengestaltung Rauth weiter – wir sorgen dafür, dass Ihr Garten zu jeder Jahreszeit optimal geschützt und vital bleibt.
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